Wie stehen wir zum Thema "Inklusion"?

Wir begrüßen die durch die Bundesrepublik Deutschland ratifizierte und 2009 in Kraft getretene UN-Behindertenrechtekonvention sehr. Im Rahmen unserer fachlichen und menschlichen Möglichkeiten versuchen wir die dort angestrebten Ziele gleichberechtigter Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am staatlichen und gesellschaftlichen Leben zu unterstützen. Schritt für Schritt wollen wir im Rahmen unserer Zuständigkeit und gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern an der Umsetzung der Ziele mitwirken. Gerne lassen wir uns in einen gesamtgesellschaftlichen Prozess einbinden.

Welche Schritte hin zu mehr "Inklusion" sind wir schon gegangen?

Schon frühzeitig haben wir uns mit dem Auf- und Ausbau der Mobilen Sonderpädagogischen Hilfen und Dienste auf den Weg hin zu integrativen Förderangeboten gemacht. Diese Bemühungen wurden durch die Entwicklung von Kooperationsklassen an der Grund- und Mittelschule Zellingen intensiviert. Seit dem Schuljahr 2009/2010 haben wir gemeinsam mit den Grundschulen Arnstein und Karlstadt das Konzept der vollintegrierten und jahrgangsstufenübergreifenden Partnerklasse etabliert. Diese Entwicklung fand ihre logische Fortführung im Aufbau einer Partnerklasse an der Mittelschule Karlstadt im Schuljahr 2013/14, die zum Schuljahr 2015/16 ihre Fortführung in einer Kooperationsklasse fand. Die Grundschulen in Zellingen und Arnstein sowie die Mittelschule in Zellingen haben sich mittlerweile zu Schulen mit dem Schulprofil Inklusion weiterentwickelt. Gemeinsam mit diesen Schulen versuchen wir diesen Schulentwicklungsprozess zu gestalten. Dabei orientieren wir uns am Leitfaden "Profilbildung Inklusive Schule".

Auch unsere "stationären" Angebote wirken inklusiv

Auch nach innen stellen wir uns den Herausforderungen, die mit der UN-Behindertenrechtekonvention verbunden sind. Spezifische stationäre Angebote für Kinder mit besonderen Förderbedarfen sind für uns kein Widerspruch zu den Zielen der UN-Konvention. Entscheidend ist die Zielsetzung und die Ausgestaltung des Angebotes. Auch unsere "exklusiven" Hilfeangebote sollen "inklusiv" wirken und dauerhaft die Teilhabe an Schule und Gesellschaft sichern.

Mehr "Inklusion" bedeutet auch Spannungen aushalten

Bewusst stellen wir uns dem Spannungsfeld zwischen "inklusiven" und "exklusiven" Angeboten, weil wir uns sicher sind, dass dieses Spannungsfeld und die damit verbunden Kooperationen die Entwicklungsmöglichkeiten für Kinder wesentlich verbessern.

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